Wer Französisch als zweite Fremdsprache gewählt hat, wird früher oder später mit der Frage konfrontiert, ob er oder sie bei dem Französischaustausch mitmachen möchte.

Im Dezember sind französische Schülerinnen und Schüler aus Bazas, einer kleinen Stadt in der Nähe von Bordeaux am Atlantischen Ozean, mit dem Zug zu uns nach Münster gefahren. Im Vorhinein haben wir Schüler Steckbriefe untereinander ausgetauscht und schon Kontakt übers Internet aufgenommen. Dementsprechend konnten wir uns direkt unseren Austauschschüler*innen zuordnen.
So sah unsere gemeinsame Woche aus:

Freitag:
Morgens haben wir uns alle in unserer Mensa getroffen, wo die französischen Schüler*innen erstmal begrüßt worden sind. Außerdem gab es ein gemeinsames Frühstücksbuffet. Danach haben wir Sprachspiele gespielt und den Franzosen in Kleingruppen unsere Schule gezeigt. Das Programm für diesen Tag war allerdings noch nicht vorbei, denn wir sind alle zusammen in die Stadt gefahren, um dort eine Rallye zu machen. Am Abend haben sich einige privat getroffen, um miteinander etwas Zeit zu verbringen.

Wochenende:
Am Wochenende gab es kein vorgegebenes Programm, allerdings haben sich die meisten von uns in der Schlittschuhhalle in Reihne getroffen. Ansonsten wurde die Zeit sehr individuell gestaltet, obwohl viele am Sonntagabend die Fußballweltmeisterschaft und das Spiel Frankreich gegen Polen verfolgen wollten.

Montag:
Der Montag startete damit, dass wir unsere Austauschparter*innen mit in den deutschen Unterricht genommen haben, um ihnen diesen zu zeigen. Anschließend haben wir alle in unserer Mensa Plätzchen gebacken, da dies für die Franzosen recht untypisch und neu ist.

Dienstag:
Am Dienstag gab es ein volles Programm, da wir für einen Tag nach Köln gefahren sind. Dazu haben wir uns am Hauptbahnhof getroffen und sind dann gemeinsam mit dem Zug gefahren. In Köln angekommen, sind wir erst einmal durch die Stadt zu dem Sportmuseum gelaufen. Dort haben wir in getrennten Gruppen Führungen bekommen. In dem Museum wurde sehr viel auf die Geschichte des Sportes eingegangen, jedoch konnte man auch sehr viele Sachen ausprobieren. Hierzu gab es für viele Sportarten einen individuellen Raum.

Nach dem Museum sind wir zum Kölner Dom gelaufen und hatten auch die Möglichkeit, diesen bis nach ganz oben zu steigen. Für diejenigen mit Höhenangst war allerdings das Innere der riesigen Kirche ebenfalls eine Sensation. Anschließend durften wir auf den Kölner Weihnachtsmarkt direkt neben dem Dom gehen und hatten etwas freie Zeit zu Verfügung.

Mittwoch:
Am Mittwoch hatten die französischen Schüler noch einmal die Möglichkeit, mit in unseren Unterricht zu gehen, bevor wir anschließend gemeinsam in der Mensa gegessen haben und nachmittags ein gemeinsames Sporttunier hatten. Hierfür haben unsere Sportlehrer*innen mehrere Sportarten zu Verfügung gestellt, wie zum Beispiel Fußball oder Volleyball.

Donnerstag:
Am Donnerstag hatten wir deutsche Schüler*innen wieder normalen Unterricht, allerdings sind unsere Austauschschüler*innen mit ihren Lehrer*innen nach Münster in das Stadtmuseum gefahren. Abends gingen wir zum Abschied des Austausches gemeinsam bowlen. Hierzu haben unsere Lehrer*innen für etwa 40 Schüler*innen einige Bahnen gemietet. Es war eine sehr schöne Abschlussaktion und wir hatten sehr viel Spaß, da wir uns alle sehr ins Herz geschlossen haben.

Freitag:
Am Freitagmorgen hieß es Abschied nehmen und dabei wurde es auf deutscher sowie französischer Seite auch emotional. Jedoch hieß es nicht Abschied für immer, denn im März sahen wir uns im schönen Bordeaux wieder.

Mehr zum Aufenthalt in Bordeaux kannst du im zweiten Teil erfahren!