Im vergangenden Dezember waren 19 französische Austauschschüler bei uns zu Gast. Im März sind wir Deutschen dann zu ihnen nach Bordeaux gereist.
Freitag:
Getroffen haben wir uns um 3 Uhr nachts und sind dann mit dem Bus nach Amsterdam gefahren, um von dort aus nach Frankreich zu fliegen. Einige unserer Schüler hatten Flugangst, weshalb dies schon eine kleine Herausforderung war. Allerdings ist alles gut gelaufen, sodass wir gegen 12 Uhr auch schon landen konnten. Einige Eltern haben uns vom Flughafen abgeholt und uns dann zu der Schule unserer Austauschschüler gebracht. Bei unserer Ankunft hatten die französischen Schüler gerade Pause. Sofort aufgefallen ist uns die Schülermasse, die auf dem Schulhof zu lauter Musik tanzte. Auch die „Pausenklingel“ war für uns Deutschen neu, denn auch diese war laute Popmusik, die die gesamte Schule beschallte.
Anschließend haben wir uns alle in einem Raum getroffen, wo wir offiziell begrüßt wurden und Brote, Kuchen und andere Leckereien nach unserem anstrengenden Flug bekamen. Danach wurde uns von unserem Austauschpartnern die Schule gezeigt. Anders als bei unserer Schule haben die Schüler nur Kursräume und keine Klassenräume. Anschließend gingen wir dann alle zu unseren Gastfamilien.
Wochenende:
Genau wie in Deutschland wurde das Wochenende von jeder Familie unterschiedlich gestaltet, jedoch beinhaltete dies für einige von uns eine Fahrt zu den „Dune du Pilat“ und dem Strand des Atlantischen Ozeans.
Montag:
Am Montag trafen wir uns alle in der Schule wieder, um den Tag mit deutsch-französischen Sprachspielen zu starten. Außerdem durften wir Deutschen den französischen Unterricht erfahren, wo uns besonders die Struktur und Ordnung aufgefallen ist. Am Nachmittag stand das Kennenlernen der Kleinstadt Bazas auf dem Programm. Hierzu haben wir in Gruppen eine Rallye machen dürfen und einige von uns durften das erste Mal originale Crêpes essen.
Dienstag:
Unser Tagesplan war ziemlich durchstrukturiert, denn es ging endlich nach Bordeaux. Hierzu sind wir eine Stunde mit dem Bus gefahren und als erstes zu einer Kunstausstellung in einem ehemaligen U-Boot-Bunker gebracht worden.
Anschließend sind wir weiter in die wunderschöne Stadt gefahren, in der wir wieder eine Rallye zur Orientierung gemacht haben. Den Rest des Tages hatten wir freie Zeit zum Shoppen auf der längsten Shoppingstraße Europas. Am Abend ging es dann für uns alle sehr erschöpft zurück in unsere Gastfamilien.
Mittwoch:
Wie in Deutschland durfte natürlich ein angemessenes Sportprogramm nicht fehlen. Hierzu gab es ein Badmintonturnier. Hierzu bildeten wir jeweils mit unseren Autauschpartnern ein Zweierteam, in dem wir dann gegen die anderen Gruppen antraten. Es hat großen Spaß gemacht und in einigen von uns wurde großer Ergeiz geweckt. Der Nachmittag konnte wieder individuell gestaltet werden. Abschließend trafen wir uns dann in der Trampolinhalle oder beim Bowlen wieder.
Donnerstag:
Am Donnerstag machten wir einen Waldspaziergang, bei dem uns die französischen Lehrer viel über die Gegend erzählten.
Außerdem hatten wir die Möglichkeit, eine Burg mit dem Namen „Château de Roquetaillade“ zu besichtigen. Dabei führte uns ein Guide, der uns einiges über das Gelände sowie den Hintergrund und der Geschichte des alten Gebäudes erzählte. Frau Rolfes musste natürlich fleißig übersetzten. Am Abend wurde schon ein wenig getrauert, denn es war der letzte gemeinsame Abend, den wir mit den Franzosen verbringen durften. Jedoch ließ uns das vom ausgelassenen Feiern bei unserer Abschiedsparty nicht abbringen: Es wurde gefeiert, getanzt und gesungen!
Freitag:
Nun hieß es leider doch Abschied nehmen, und für die meisten war es vermutlich ein Abschied für immer. Wir haben uns alle während des Austausches so sehr in die Herzen geschlossen, dass bei den meisten die Tränen kullerten. Die Franzosen haben uns noch zu unserem Bus begleitet, mit dem es anschließend wieder zum Flughafen ging.
Wir haben nicht nur neue Erfahrungen und Erinnerungen gemacht, sondern auch zahlreiche Freundschaften knüpfen dürfen. Wir wurden so lieb von den Franzosen empfangen, dass es für einige sehr schwer war, Abschied zu nehmen.
Jedoch ist nicht nur unsere Beziehung zu den Franzosen gestärkt, auch wir Deutschen haben uns untereinander mal außerhalb der Schule kennenlernen dürfen. Wenn ihr die Möglichkeit habt, bei dem nächsten Französischaustausch mitzumachen, dann zögert nicht und ergreift diese einmalige Chance!
