Abends. Das Ende des Tages, Beginn der Nacht.
Sichtlich genervt steigt sie in den Zug. Aus ihrer pompösen
Tasche nimmt sie ihre Kopfhörer und hört. Genau wie gestern
und wie morgen. Ihr ernster, gestresster Blick verblasst,
die Gedanken bleiben.
Dann kommt er.
Setzt sich auf die Sitzbank, kramt in seinem kaputten Rucksack und starrt. Starrt. Eine lange Weile. „Verdammt“, denkt er sich.
„Schon wieder nicht“, denkt er sich.
Sie packt ihre schöne Tasche und steigt aus.
Genau wie gestern und wie vermutlich auch morgen.

Ein anonymer Beitrag aus der Jahrgangsstufe EF