Hallo und herzlich willkommen!

Heute wollen wir (die 7c) von unserem Besuch im Lepra-Museum Kinderhaus erzählen.

Aber zuerst: Was ist Lepra überhaupt? Lepra war eine Krankheit, die im mittelalterlichen Europa weit verbreitet war. Die Krankheit war ansteckend und zu dieser Zeit nicht heilbar. In Geschichte haben wir das Thema Lepra behandelt und haben uns deswegen das ehemalige Lepra-Krankenhaus angesehen. Das Krankenhaus hieß Kinderhaus, woher der heutige Stadtteil auch seinen Namen hat.

Frau Jahnke, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Museums, hat uns an der Kirche empfangen und uns herumgeführt. Die Kirche wurde damals extra für die Leprakranken gegründet, damit diese nicht in die öffentlichen Kirchen gehen mussten und die anderen Besucher somit nicht Gefahr liefen, sich ebenfalls zu infizieren.

Um andere Passanten zu schützen, trugen die Kranken, wenn sie in die Stadt gingen, einen Stab sowie eine sogenannte Klapper immer bei sich. Die Bewohner des Krankenhauses mussten aber nicht oft in die Stadt gehen, da sie einen eigenen Garten hatten, in welchem Kräuter wuchsen und sie Tiere hielten.

Das war alles schonmal sehr interessant, aber erst nach der Besichtigung des Gartens sind wir in das eigentliche Museum gegangen. Es war sehr toll, dass einige von uns Dinge ausprobieren konnten.

Z.B. durfte ein Schüler verschiedene Dinge mit und ohne einen Handschuh spüren. Der Handschuh war sehr dick, um zu simulieren, wie ein Leprakranker spürt: nämlich gar nicht.

Im zweiten Raum standen drei Schaufensterpuppen, welche aussahen wie echte Leprakranke. Wir alle haben uns ein wenig erschrocken. Außerdem durfte dort eine Freiwillige das Kostüm eines Kranken anprobieren.

Im dritten und letzten Raum ging es um die Behandlung. Dort durften wir an einem Gemisch aus Honig und Kräutern riechen, welches damals als Medikament eingenommen wurde. Das Medikament war aber wohl nutzlos. Die Mutigen durften das Gemisch sogar einmal probieren. Laut einer Mitschülerin schmeckt das „Medikament“ „süß und bitter gleichzeitig“. Alles in allem war es für uns alle ein sehr schönes Erlebnis und man hat viel Neues dazu gelernt. Wir empfehlen euch einen Besuch auf jeden Fall.

Und damit: Dankschön für das Lesen!

Ein Beitrag von Linda und Emma aus der 8c