Es ist sehr wichtig, sich mit den Themen der Welt zu beschäftigen und ernste Themen wie Kriege, Ungleichheiten oder Gewalttaten nicht aus den Augen zu lassen. Diese Themen betreffen uns alle, und nur gemeinsam können wir uns ihnen entgegenstellen.

Doch zu dieser besonderen und schönen Zeit im Jahr möchte ich meine Stimme benutzen, um ein Lächeln sowie einen Funken Hoffnung zu verbreiten.

Für einen Moment: Visualisiert euer Leben. Visualisiert euer Lächeln sowie eure Tränen. Eure Liebe sowie euren Hass. Eure Erfolge sowie eure Niederlagen. Visualisiert den Schmerz und die Wut, Angst und die Freude. Den Traum und den Alptraum. Spürt das Leben in euch pochen.

Nun kommt zurück und stellt die Frage: Was für eine Bedeutung hat das alles in diesem Moment?

Einige mögen gerade eine schwierige Zeit durchmachen. Einige leiden vielleicht unter unvorstellbaren Schmerzen. Einige haben enttäuscht, versagt, wurden verletzt oder sind derzeit verloren. Einige sind hoffnungslos. Manche fühlen sich auch ungeliebt oder kämpfen Tag für Tag ums Überleben.

Doch was, wenn am Ende des Sturms die Sonne wartet? Was, wenn die Zukunft ein glorreiches Versprechen bietet?

Nicht überzeugt? Verständlich, denn das kann ich keinem von euch versichern. Vielleicht verändert sich unser Leben, vielleicht verändern nur wir uns. Vielleicht war der Schmerz eine Lehre, um die Freude nicht für selbstverständlich zu erklären, vielleicht war dieser aber auch nur ein reiner Zufall. Vielleicht sollten die Geschehnisse uns zerstören, vielleicht aber auch aufbauen. Vielleicht fallen wir, um wieder aufzustehen, vielleicht brauchen wir das, um herauszufinden, wer wir sind.

Alle von uns haben Fehler begangen oder Dinge, die wir bereuen. Das Leben wird nie wie eine gerade Linie verlaufen. Du hast einen simplen Plan? Die Realität bringt die Herausforderung in diesen.

Doch das Schöne am Leben ist das Leben selbst. Die Art, wie das Blut durch die Venen fließt. Der Mond, der uns die Dunkelheit erhellt. Die Reue, die uns zeigt, dass unsere Zeit hier begrenzt ist, und die kleinen Freuden des Alltags, wie Freunde treffen oder einen Kaffee trinken.

Nun, da unsere Zeit auf dieser Welt begrenzt ist, warum nehmen wir uns nicht die Zeit, um in dieser vollen Welt glücklich zu sein?

„Aber ich kann nicht glücklich sein, es ist zu viel passiert“, werden jetzt viele von euch denken. Hier kommt mein Funken Hoffnung ins Spiel: Wenn wir nur für einen Moment alles Böse auf der Welt ausblenden und uns vor Augen führen, wofür wir dankbar sind, dann sieht unsere Innenwelt wieder anders aus.

Wir haben versagt? Wir werden stärker. Wir haben geweint? Es wird Zeit zum Lachen. Wir haben unsere Zeit verschwendet? Kaum etwas auf dieser Welt ist in schwarz oder weiß einzuteilen. Wir oder unsere Liebsten leiden? Wir tun alles, um zusammen die Situation zu meistern.

Nicht unsere Situation entscheidet, wer wir sind oder stempelt die zukünftigen Ereignisse ab, sondern was wir daraus machen. Wir können uns dazu entscheiden, zu lachen.

Auch wenn unsere Prioritäten für das Glücklichsein sich stark unterscheiden. Für manche ist es Erfolg, für manche Geld, für manche Liebe und für manche auch einfach nur das Überleben.

Doch ein Mensch in der Düsternis kann ein Stern am Nachthimmel sein. Denken wir nur an alle Akte der Liebe und des Friedens auf dieser Welt.

Nichts in diesem Leben hält ewig, was auch bedeutet, dass der Platz des Schmerzes von etwas anderem eingenommen werden wird. Vielleicht werden wir ja positiv überrascht. Solange es Menschen gibt, die lachen, Hoffnung oder Liebe verbreiten, gibt es Hoffnung auf ein Lächeln für jeden von uns. Wir müssen nur bereit sein, dieses anzunehmen.

Nun denkt an etwas, das euch glücklich macht. Es ist nicht wichtig, ob es etwas Großes oder Kleines ist. Denkt an etwas, wofür ihr Tag für Tag dankbar seid. Nehmt dieses warme Gefühl mit und verteilt es an eure Liebsten.

Wenn jeder von uns diesen Funken Hoffnung und Dankbarkeit verbreitet, diesen Stern in der Dunkelheit, wird die Dunkelheit nicht mehr so beängstigend sein.

Ein Beitrag von Weronika aus der Q2