Der zweite Tag unseres Austauschs begann ungewohnt früh, deutlich früher, als viele von uns es gewohnt sind. In Bazas hieß es: raus aus dem Bett und rein in den französischen Alltag. Trotz der morgendlichen Müdigkeit war die Vorfreude auf das bevorstehende Programm groß. Es erwarteten uns neue Eindrücke, spannende Begegnungen und ein tieferer Einblick in das Leben unserer Austauschpartner. Am Morgen, nachdem wir zur Schule gefahren waren, erwartete uns schon der erste Unterschied zwischen Deutschland und Frankreich. Auf dem Schulhof waren hohe Säulen verteilt, wo die Klassen der Schüler drauf stand. Jeder wusste, wo man seinen Platz hatte. Draußen gab es auch für jeden Schüler ein Schließfach. Nach einer Weile ertönte ein Lied. Wir wussten zuerst nicht was das ist, aber es war der Schulgong. Es war das Zeichen, dass der Unterricht gleich los geht. An den Säulen holten dann die Lehrer ihre Schüler ab und alle gingen in ihre Klasse. Wir aber bildeten kleine Gruppen mit unseren Austauschpartnern und sie zeigten uns die Schule. Die Schule hier ist sehr schön. Es gibt viele Pflanzen auf dem Schulhof und alles ist sehr sauber. Die große Sporthalle ist uns in Erinnerung geblieben. Ähnlich wie eine High School Sporthalle. Nach der Besichtigung der Schule hatten wir eine kleine Pause auf dem Schulhof. Als das Lied wieder ertönte, gingen wir in eine Klasse. Dort bildeten wir Teams. Man selbst und der jeweilige Austauschpartner bildeten ein Team. Wir spielten Sprachspiele und mussten unser Können unter Beweis stellen. Nach den Sprachspielen wurden wir wieder in Gruppen aufgeteilt, doch diesmal um die Franzosen in den Unterricht zu begleiten für zwei Stunden. Einige hatten Physik, andere Deutsch oder auch Englisch. Das Schulsystem ist ganz anders als in Deutschland. Hier haben die Klassen nicht ihren festen Klassenraum, sondern die Lehrer haben ihren Raum und die Schüler wechseln am Schultag mehrmals die Räume. Als die Stunden vorbei waren gingen wir in die Mensa um zu essen, und gingen dann anschließend in die Mittagspause. Nach der Mittagspause haben wir eine Stadtrallye gemacht und sind durch die Stadt gelaufen und haben uns ein bisschen umgesehen. Auf dem Weg in die Stadt ist unser Lieblingswort des Tages gefallen. „à tes souhaits“. Aufgrund der Pollen gab es mehrmal ein „Gesundheit“. Gegen, 17 Uhr sind wir dann wieder zur Schule gelaufen und haben uns voneinander verabschiedet. Dann haben wir in unseren jeweiligen Gastfamilien den Abend ausklingen lassen. Es war ein schöner zweiter Tag in Frankreich und jetzt kann es erst richtig losgehen!
Von Amelie und Divine
